Blaue Hortensie
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ProsaPeter Schlemihl, Morgen am GebirgeAdelbert von Chamisso, erschienen 1814Der Erzähler erwacht am Morgen und beschließt, zu Fuß eine Nebenstraße am Gebirge einzuschlagen.mittel425 Zeichen
Blaue Hortensie steht in Rilkes Neuen Gedichten von 1907. Der Vergleich mit Farbentiegeln und altem Briefpapier zeigt, wie genau Rilke Farbtöne benennt. Er hatte in Paris viel Zeit in Museen und Gärten verbracht und übte dort das genaue Sehen. Der Band steht bei Project Gutenberg.
Woher dieser Text stammtWas hier steht, ist die Oktave des Sonetts: zwei Vierzeiler, die sich syntaktisch schließen und mit einem Semikolon enden. Die Blätter kommen zuerst, trocken und stumpf, und erst danach das Blau, das sie nicht tragen, sondern aus der Ferne spiegeln. Rilke schreibt die Farbe also als etwas Geliehenes, nicht als Eigenschaft der Pflanze. Die Wendung des Gedichts, in der das Blau plötzlich zurückkehrt, liegt hinter diesem Ausschnitt.
Was man leicht übersiehtNur drei Sonderzeichen enthält der Ausschnitt: zwei ü in Grün und Blütendolden, ein ä in Blätter, kein ö und kein ß. Für einen deutschen Text ist das auffällig wenig. Quelle
Was er übtAcht Zeilen, zwei Sätze, ein Semikolon am Ende und dazwischen acht Kommas: fast jede Zeile trägt ein Zeichen, und die Sätze laufen trotzdem lang. Der zweite läuft über vier Zeilen, bevor er schließt, und dabei wechselt das Subjekt einmal, ohne dass ein Punkt es ankündigt. Umlaute sind selten: nur Grün, Blätter und Blütendolden tragen einen, und ä wie ü liegen beide unter der rechten Hand, direkt neben der Eingabetaste. Farbnamen werden großgeschrieben, weil sie hier Hauptwörter sind, was die Umschalttaste an Stellen fordert, an denen ein deutscher Satz sie sonst nicht braucht.
Aus unserem BlogBlind schreiben lernen: Grundstellung, Finger, TempoDen ganzen Text lesen Sie beim Herausgeber: Project Gutenberg

Status der Gemeinfreiheit: der Autor starb 1926, der Schutz ist abgelaufen. gemeinfrei, Project Gutenberg
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