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Märchen und Fabeln

Das Geschenk der Feien

Gotthold Ephraim Lessing erschienen 1759 400 Zeichen mittel

Zu der Wiege eines jungen Prinzen, der in der Folge einer der größten Regenten seines Landes ward, traten zwei wohltätige Feien. "Ich schenke diesem meinem Lieblinge", sagte die eine, "den scharfsichtigen Blick des Adlers, dem in seinem weiten Reiche auch die kleinste Mücke nicht entgeht." "Das Geschenk ist schön", unterbrach sie die zweite Feie. "Der Prinz wird ein einsichtsvoller Monarch werden.

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Über diesen Text

Lessing veröffentlichte seine Fabeln 1759 in drei Büchern, zusammen mit Abhandlungen über die Fabel. Er wollte die Fabel kurz und trocken halten und wandte sich gegen die breiten Verserzählungen seiner Zeit. Diese Fabel setzt dem scharfen Blick des Adlers die Fähigkeit entgegen, Kleinigkeiten zu übersehen. Project Gutenberg hält eine Auswahl der Fabeln als freie Textdatei bereit.

Woher dieser Text stammtDie Vorlage ist eine Auswahl aus Lessings Fabeln, die ihre siebenundvierzig Stücke nach dem Alphabet ordnet; dieses steht darin an erster Stelle. Der Ausschnitt bricht mitten in der Rede der zweiten Feie ab, noch bevor sie sagt, was sie selbst schenken will. Die Anführungszeichen sind gerade Striche, oben und unten gleich, also dasselbe Zeichen am Anfang und am Ende einer Rede, was beim Zählen jede Orientierung nimmt. Vier Sätze bilden das Stück, und zwei davon bestehen fast ganz aus Rede.

Was man leicht übersiehtSieben Anführungszeichen stehen im Ausschnitt, eine ungerade Zahl. Das letzte öffnet eine Rede, die erst nach dem getippten Stück wieder geschlossen wird, und bleibt deshalb bis zum Schluss offen. Quelle

Was er übtSechs Kommas, vier Punkte und sieben gerade Anführungszeichen auf 400 Zeichen: nach dem Komma ist das Redezeichen der häufigste Griff. Fünfzehn der neunzehn Großbuchstaben stehen mitten im Satz, weil die Rede zweimal den Sprecher wechselt und jedes Hauptwort oben beginnt. Sonderzeichen sind selten, fünf auf 400 Zeichen, zwei ö und je einmal ä, ü und ß. Das längste Wort, scharfsichtigen, misst fünfzehn Buchstaben und steht mitten in der ersten Rede; einsichtsvoller kommt kurz darauf auf dieselbe Länge und wiederholt den langen Lauf ohne Pause. Dazu kommt, dass die Rede zweimal von einem Einschub unterbrochen wird, sagte die eine und unterbrach sie die zweite Feie, sodass das Zeichen mitten im Satz schließt und gleich wieder öffnet.

Aus unserem BlogBlind schreiben lernen: Grundstellung, Finger, Tempo

Den ganzen Text lesen Sie beim Herausgeber: Project Gutenberg

Titelbild zu Das Geschenk der Feien von Gotthold Ephraim Lessing, 1759
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Status der Gemeinfreiheit: veröffentlicht 1759, vor mehr als 125 Jahren. gemeinfrei, Project Gutenberg

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