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Märchen und Fabeln

Er stellt sich vor sein Spiegelglas

Autor: Wilhelm Busch Jahr: 1874 Länge: 459 Zeichen Schwierigkeit: leicht Gemeinfrei

Wörter wie arrangirt und Cravatte üben Schreibungen, die die Finger nicht erwarten.

Er stellt sich vor sein Spiegelglas Und arrangirt noch dies und das. Er dreht hinaus des Bartes Spitzen, Sieht zu, wie seine Ringe blitzen, Probirt auch mal, wie sich das macht, Wenn er so herzgewinnend lacht, Uebt seines Auges Zauberkraft, Legt die Cravatte musterhaft, Wirft einen süßen Scheideblick Auf sein geliebtes Bild zurück, Geht dann hinaus zur Promenade Umschwebt vom Dufte der Pomade, Und ärgert sich als wie ein Stint, Daß andre Leute eitel sind.

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Ein junger Mann mit Backenbart im Profil vor olivgrünem Grund, Portrait Adolph Menzel, Friedrich Eduard Meyerheim, 1839.
Gerade getipptEr stellt sich vor sein SpiegelglasWilhelm Busch, 1874
Wikimedia Commons

Das Gedicht steht in Buschs Sammlung Kritik des Herzens von 1874. Die Schreibungen arrangirt und probirt zeigen die Endung ir, die vor der Rechtschreibreform von 1901 üblich war. Die Pointe kehrt den Blick um, denn der Eitle sieht die Eitelkeit nur bei anderen. Project Gutenberg hält den Text als Datei bereit.

Was er übtWörter wie arrangirt und Cravatte üben Schreibungen, die die Finger nicht erwarten.

Über diesen Text

Das Gedicht steht in Buschs Sammlung Kritik des Herzens von 1874. Die Schreibungen arrangirt und probirt zeigen die Endung ir, die vor der Rechtschreibreform von 1901 üblich war. Die Pointe kehrt den Blick um, denn der Eitle sieht die Eitelkeit nur bei anderen. Project Gutenberg hält den Text als Datei bereit.

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