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Lyrik

Abendphantasie

Autor: Friedrich Hölderlin Jahr: 1800 Länge: 498 Zeichen Schwierigkeit: mittel Gemeinfrei

Formen wie sizt und izt weichen von heutiger Schreibung ab, deshalb lohnt genaues und langsames Tippen.

Vor seiner Hütte ruhig im Schatten sizt Der Pflüger, dem Genügsamen raucht sein Herd. Gastfreundlich tönt dem Wanderer im Friedlichen Dorfe die Abendglocke. Wohl kehren izt die Schiffer zum Hafen auch, In fernen Städten, fröhlich verrauscht des Markts Geschäft’ger Lärm; in stiller Laube Glänzt das gesellige Mahl den Freunden. Wohin denn ich? Es leben die Sterblichen Von Lohn und Arbeit; wechselnd in Müh’ und Ruh’ Ist alles freudig; warum schläft denn Nimmer nur mir in der Brust der Stachel?

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Titelbild zu Abendphantasie von Friedrich Hölderlin, 1800
Gerade getipptAbendphantasieFriedrich Hölderlin, 1800
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Das Gedicht erschien um 1800 in einem der damaligen Musenalmanache. Hölderlin schreibt in antiken Odenmaßen, also in festen Silbenmustern ohne Reim. Die Schreibweise sizt zeigt den Druckstand seiner Zeit. Wikisource stellt den Text vollständig bereit.

Was er übtFormen wie sizt und izt weichen von heutiger Schreibung ab, deshalb lohnt genaues und langsames Tippen.

Über diesen Text

Das Gedicht erschien um 1800 in einem der damaligen Musenalmanache. Hölderlin schreibt in antiken Odenmaßen, also in festen Silbenmustern ohne Reim. Die Schreibweise sizt zeigt den Druckstand seiner Zeit. Wikisource stellt den Text vollständig bereit.

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