Wilhelm Tell, Lied des Alpenjägers
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Theater und DramaFaust, OsterspaziergangJohann Wolfgang von Goethe, erschienen 1808Der Frühling befreit Ströme und Bäche vom Eis, und alles drängt ins Grüne hinaus.fordernd468 Zeichen
ProsaPeter Schlemihl, Morgen am GebirgeAdelbert von Chamisso, erschienen 1814Der Erzähler erwacht am Morgen und beschließt, zu Fuß eine Nebenstraße am Gebirge einzuschlagen.mittel425 Zeichen
Das Lied steht am Beginn von Schillers Schauspiel Wilhelm Tell, das 1804 in Weimar erstmals gespielt wurde. Die drei Eingangslieder von Fischerknabe, Hirt und Alpenjäger malen die Landschaft, bevor die Handlung einsetzt. Schiller war nie in der Schweiz, er arbeitete mit Karten und Reiseberichten. Der Text steht bei Project Gutenberg.
Woher dieser Text stammtZugrunde liegt eine Buchausgabe von 1862, die die Übertragung so genau wie möglich wiedergibt. Über dem Lied steht dort nicht der Name des Sängers allein, sondern der Vermerk Zweite Variation: Die Melodie ist dieselbe wie in den beiden Liedern davor, nur weitergeführt. Getippt werden zwölf Verszeilen und dazu die Regieanweisung in Klammern, mit der sich die Landschaft verändert und ein dumpfes Krachen von den Bergen kommt. Zwei Wörter sind älter, als sie aussehen: schwindlichtem und neblichtes tragen ein cht, wo heute ig stünde.
Was man leicht übersiehtDie Ausgabe von 1862 löst große Umlaute am Wortanfang in zwei Buchstaben auf: Im Personenverzeichnis und in den Regieanweisungen stehen Oeffentliche und Ueber, während dieselben Laute im Wortinneren ihre Punkte behalten. Quelle
Was er übtZwei Sätze, einundachtzig Wörter, im Schnitt über vierzig Wörter je Satz: Wer hier zu früh einen Punkt setzt, muss zurück. Acht Kommas und vier Semikolons sind die einzigen Zwischenmarken, und die Semikolons stehen genau dort, wo das Ohr eine Satzgrenze hört. Zwölf Sonderzeichen bringen sechs ü, zwei ö, zwei ä und zwei ß mit; Füßen vereint Umlaut und ß in fünf Buchstaben. Sechsunddreißig Großbuchstaben auf vierzehn Zeilen halten die Umschalttaste ständig im Spiel, meist die rechte, weil die Versanfänge überwiegend auf Buchstaben der linken Hand liegen. Der eigentliche Bruch kommt am Schluss: Nach zwölf kurzen Verszeilen folgt eine Regieanweisung in Klammern, in Prosa, über zwei Zeilen und mit ganz anderem Rhythmus.
Mehr zu diesem TextWarum Wilhelm Tell mit drei Liedern beginntDen ganzen Text lesen Sie beim Herausgeber: Project Gutenberg
Status der Gemeinfreiheit: veröffentlicht 1804, vor mehr als 125 Jahren. gemeinfrei, Project Gutenberg
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