Faust, über redliches Sprechen
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ProsaItalienische Reise, Straßen in VenedigJohann Wolfgang von Goethe, erschienen 1817Goethe beschreibt, wie Venedigs Straßen gepflastert sind und das Wasser in Kanäle geleitet wird.leicht446 Zeichen
Theater und DramaFaust, OsterspaziergangJohann Wolfgang von Goethe, erschienen 1808Der Frühling befreit Ströme und Bäche vom Eis, und alles drängt ins Grüne hinaus.fordernd468 Zeichen
ProsaPeter Schlemihl, Morgen am GebirgeAdelbert von Chamisso, erschienen 1814Der Erzähler erwacht am Morgen und beschließt, zu Fuß eine Nebenstraße am Gebirge einzuschlagen.mittel425 Zeichen
Die Verse stehen im Gespräch zwischen Faust und seinem Gehilfen Wagner in Faust, erster Teil von 1808. Goethe lässt Faust hier über Rhetorik urteilen, also über den Unterschied zwischen Klang und Inhalt. Die Anrede Er war damals eine förmliche, aber herablassende Form gegenüber Untergebenen. Der Text steht bei Project Gutenberg.
Woher dieser Text stammtZehn Verszeilen aus einem Streitgespräch über das Reden stehen hier, gesetzt als eine ununterbrochene Rede ohne Zwischenruf und ohne Regieanweisung. Zweimal steht ein Auslassungszeichen mitten im Wort, in wenn’s und in Ist’s, und beide Male hängt ein zusammengezogenes es am Verb. Ein ß sucht man in den zehn Zeilen vergeblich, obwohl vier ä vorkommen, und auch das ö taucht nur einmal auf, in nötig. Die letzten vier Zeilen bilden einen einzigen Vergleich, der über die Zeilenenden hinwegläuft und erst mit säuselt schließt.
Was man leicht übersiehtFünf Sätze hat der Ausschnitt, und keiner endet mit einem Punkt: Vier schließen mit einem Ausrufezeichen, der fünfte mit einem Fragezeichen. Für zehn Zeilen ist das eine ungewöhnlich hohe Zahl an Umschaltgriffen am Zeilenende. Quelle
Was er übtVierundzwanzig Großbuchstaben auf sechzig Wörter, dazu die Griffe für die Satzzeichen: Auf dieser kurzen Strecke wird die Umschalttaste fast dreißigmal gebraucht. An Umlauten bleibt es dagegen ruhig, vier ä, ein ö, ein ü, zusammen zwei auf hundert Buchstaben. Die Schwierigkeit liegt in den Wörtern selbst. Schellenlauter, unerquicklich und nachzujagen sind lange Blöcke ohne Trennhilfe, und kräuselt und säuselt unterscheiden sich nur am Wortanfang, stehen aber zwei Zeilen auseinander, sodass die Hand beim zweiten Mal das erste Muster wiederholt. Acht Kommas gliedern fünf Sätze mit im Schnitt zwölf Wörtern, und vier davon stehen am Zeilenende.
Aus unserem BlogBlind schreiben lernen: Grundstellung, Finger, TempoDen ganzen Text lesen Sie beim Herausgeber: Project Gutenberg

Status der Gemeinfreiheit: veröffentlicht 1808, vor mehr als 125 Jahren. gemeinfrei, Project Gutenberg
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