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Der Mond, Rillen und Lichtadern

Meyers Konversations-Lexikon erschienen 1888 459 Zeichen mittel

Eine andre merkwürdige Erscheinung auf dem M. sind die sogen. Rillen oder Lichtadern. Mit diesem Namen bezeichnete man grabenartige Furchen, die bis 500 km lang, sehr schmal (höchstens 1 km breit), nach innen mäßig steil, oft ganz geradlinig, mitunter flach oder wellenförmig gekrümmt sind. Solche Rillen finden sich überall auf dem M., doch sehr selten in der Mitte der großen Ebenen, auffallend häufig dagegen am Rande derselben und diesem parallel laufend.

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Über diesen Text

In Lexika des neunzehnten Jahrhunderts wurde das Stichwort im Text auf den Anfangsbuchstaben verkürzt, hier auf M. für Mond. Die beschriebenen Rillen sind lange Gräben auf der Mondoberfläche, die man heute als Erstarrungsspuren von Lavaströmen deutet. Der Text nennt Längen bis fünfhundert Kilometer bei höchstens einem Kilometer Breite. Der Band steht bei Wikisource als abgetippter Text.

Woher dieser Text stammtDer Artikel ist bei den Einzelheiten der Oberfläche angekommen: erst Krater von einem bis acht Kilometern Durchmesser, dann Gruben ohne sichtbaren Wall, und an dieser Stelle setzt der Abschnitt über die Rillen ein. Drei Sätze werden getippt, die das Wort mit zwei Namen einführen und danach sagen, wo solche Furchen liegen, nämlich selten in der Mitte der Ebenen und auffallend oft an deren Rand. Die Sprache ist die von 1888: sogen. als Abkürzung und andre statt andere. Wikisource führt den Text als einmal gegengelesen.

Was man leicht übersiehtKurz nach dieser Stelle zählt der Artikel die Forschungsgeschichte auf: Schröter entdeckte die ersten Furchen, Lohrmann und Mädler brachten ihre Zahl auf ungefähr hundert, ein Katalog von Schmidt aus dem Jahr 1866 führt über 400. Quelle

Was er übtNeun Sonderzeichen, verteilt auf alle vier, die das Deutsche kennt: dreimal ü, zweimal ö, zweimal ä, zweimal ß. Dichter wird deutsche Prosa selten. In mäßig stehen ä und ß unmittelbar nebeneinander, in wellenförmig gekrümmt folgen ö und ü fast unmittelbar aufeinander. Der zweite Satz ist die eigentliche Prüfung: einunddreißig Wörter, in denen fünf Beschreibungen aneinandergehängt werden, lang, schmal, steil, geradlinig, gekrümmt, und erst danach kommt das Verb sind. Wer sinngemäß tippt, setzt vorher einen Punkt. Sieben Kommas halten das Gefüge zusammen, dazu steht eine Klammer mit Zahl und Einheit mitten im Satz, und die Abkürzung sogen. bringt einen weiteren Punkt an eine Stelle, an der kein Satz endet.

Aus unserem BlogBlind schreiben lernen: Grundstellung, Finger, Tempo

Den ganzen Text lesen Sie beim Herausgeber: Wikisource

Titelbild zu Der Mond, Rillen und Lichtadern von Meyers Konversations-Lexikon, 1888
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Status der Gemeinfreiheit: veröffentlicht 1888, vor mehr als 125 Jahren. gemeinfrei, Wikisource

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