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Übungen

Eisenbahnen in Österreich-Ungarn

Meyers Konversations-Lexikon erschienen 1888 369 Zeichen mittel

Die Gesamtlänge des österreich-ungarischen Eisenbahnnetzes betrug 1. Jan. 1885 erst 21,786 km. Der Stillstand in der Entwickelung des Bahnnetzes hat seit 1880 eine kräftige Initiative seitens des Staats zum Ankauf von Bahnen und zur Verbindung sowie zum Ausbau der in ihrer Gliederung bis dahin zum Teil noch unzusammenhängenden einzelnen Verkehrsgruppen hervorgerufen.

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Über diesen Text

Der Artikel Eisenbahn ist einer der längsten der vierten Auflage von Meyers Konversations-Lexikon und listet Netzlängen für viele Länder. Die genannten 21.786 Kilometer beziehen sich auf den Stand vom 1. Januar 1885. Zahlen wurden im Druck der Zeit mit Komma statt mit Punkt gruppiert. Wikisource hat den Artikel vollständig übertragen.

Woher dieser Text stammtDer Eisenbahnartikel geht Land für Land durch, und diese beiden Sätze sind die Station Österreich-Ungarn. Unmittelbar davor steht die Zahl für Frankreich, unmittelbar danach der Übergang zu Ungarn. Wer den Absatz abtippt, schreibt zuerst eine Bilanz und dann eine Begründung: Stillstand seit Jahren, danach Ankauf, Verbindung und Ausbau durch den Staat. Nachschlagen lässt sich das bei Wikisource, wo das Stichwort in Band 5 steht, gedruckt 1886, und über zwanzig Seiten läuft. Die Übertragung hält die Schreibung von damals fest, etwa Entwickelung mit einem e in der Mitte.

Was man leicht übersiehtFür Frankreich nennt der Artikel im Satz davor über 30.000 Kilometer, ebenfalls für Anfang 1885. Das Netz der Doppelmonarchie kam damit nicht einmal auf drei Viertel des französischen, und beide Zahlen stehen nebeneinander. Quelle

Was er übtZuerst ein Datum mit Punkt und Abkürzung, dann eine Netzlänge, dann eine weitere Jahreszahl: vierzehn Ziffern drängen sich in einen Absatz von einundfünfzig Wörtern. Im laufenden Text steht dagegen kein einziges Komma; das einzige gliedert die Zahl 21,786, es gibt also fast keine Gliederung für die Hände. Getragen wird die Übung von den Wortungetümen. Das Wort österreich-ungarischen zählt zweiundzwanzig Zeichen, beginnt klein und stellt den Umlaut gleich an den Anfang; unzusammenhängenden hat neunzehn Buchstaben am Stück; Verkehrsgruppen und Eisenbahnnetzes folgen. Vier Umlaute verteilen sich auf ä und ö. Die Falle heißt Entwickelung: heute schreibt man das Wort kürzer, und die Finger schieben von selbst ein l dorthin, wo im Druck noch ein e steht.

Aus unserem BlogBlind schreiben lernen: Grundstellung, Finger, Tempo

Den ganzen Text lesen Sie beim Herausgeber: Wikisource

Volle Sitzreihen und Ränge in einem runden Saal mit Säulen und Fahnen, Das Innere der Paulskirche als Parlamentshaus, Stahlstich, 1848.
Wikimedia Commons
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Status der Gemeinfreiheit: veröffentlicht 1888, vor mehr als 125 Jahren. gemeinfrei, Wikisource

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