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Wissenschaft

Die Lage des Südpols im Miozän

Alfred Wegener erschienen 1920 455 Zeichen fordernd

Der Südpol hätte im Miozän, auf Afrika bezogen, in 67° Süd, 8° Ost gelegen. Auf Kerguelen ist eine miozäne Marinfauna gefunden, welche zeigt, daß diese Inselgruppe eisfrei war. In der Tat müßte es auf etwa 55° Breite gelegen haben. Feuerland lag damals wohl noch nicht erheblich westlicher als die antarktischen Sandwich-Inseln, von denen der Pol nur etwa 20° entfernt war. Wir kommen auf die Frage einer tertiären Vereisung Patagoniens beim Eozän zurück.

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Über diesen Text

Wegener stützte die Verschiebung der Pole auf Fossilien und auf Spuren früherer Eiszeiten. Als Beispiel nennt er eine miozäne Meeresfauna auf den Kerguelen, die auf ein eisfreies Klima dort schließen lässt. Solche Zeugnisse verband er zu Karten der Erdvergangenheit. Die zweite Auflage seines Buches von 1920 ist bei Project Gutenberg zugänglich.

Woher dieser Text stammtDas Stück gehört zum Kapitel über die Klimazeugen der Vorzeit und steht im Abschnitt über das Miozän, gleich hinter Bemerkungen über Nordamerika. Es endet mit einem Verweis nach vorn auf das Eozän, den das Buch später einlöst. Getippt werden vier Zahlenangaben mit Gradzeichen, dazu ein Inselname mit Bindestrich, bei dem auch hinter dem Strich ein großer Buchstabe folgt. Daß und müßte erscheinen in der Schreibung mit ß, wie sie 1920 gedruckt wurde. Kerguelen, Feuerland und Patagonien kommen als Ortsnamen hinzu.

Was man leicht übersiehtUnter den hundert deutschen Übungstexten dieser Sammlung ist dies der einzige, in dem ein Gradzeichen vorkommt. Es steht darin gleich viermal: bei einer Breite, bei einer Länge, bei einer zweiten Breite und zuletzt bei einer Entfernung. Quelle

Was er übtSieben Ziffern und viermal das Gradzeichen auf 455 Zeichen: darin liegt die eigentliche Übung, denn der kleine Kreis sitzt außerhalb der Buchstabenreihen und zwingt die Hand aus der Grundstellung heraus. Dazu kommen neun Umlaute und zwei ß, verteilt auf fünf ä und vier ü. Zweiundzwanzig Großbuchstaben stehen im Text, siebzehn davon mitten im Satz, weil Ortsnamen und Erdzeitalter alle oben beginnen. Fünf Sätze, zweiundsiebzig Wörter, vierzehn im Schnitt: kurze Sätze, aber jeder einzelne wechselt zwischen Wort, Zahl und Sonderzeichen hin und her. Die Mischung ist ungewöhnlich: geografische Namen, Erdzeitalter, Zahlen mit Gradzeichen und dazu die alte Schreibung mit ß, alles auf knapp fünf Zeilen.

Aus unserem BlogBlind schreiben lernen: Grundstellung, Finger, Tempo

Den ganzen Text lesen Sie beim Herausgeber: Project Gutenberg

Titelbild zu Die Lage des Südpols im Miozän von Alfred Wegener, 1920
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Status der Gemeinfreiheit: der Autor starb 1930, der Schutz ist abgelaufen. gemeinfrei, Project Gutenberg

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